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Drittes Kapitel
Die Auswahl
Mehr als nur Referenzen
Projekte sind gebaute Entscheidungen über Sicherheit, Dauerhaftigkeit, Umwelt, Akzeptanz und Alltag. Die Verantwortung realisiert sich in Details. Jedes Projekt ist ein Eingriff – und eine Chance, Zukunftsfähigkeit konkret zu machen.

Brücken sind Lebensadern unserer Gesellschaft – Verbindungen in die Zukunft. Ich bin überzeugt, dass Brückenbauwerke Menschen verbinden und Regionen stärken. Vor dem herausfordernden Hintergrund des immensen Sanierungs- und Neubaubedarfs von Brücken in Deutschland müssen die Faktoren Ressourcen, Zeit und Kosten zeitgleich bedacht werden. Deshalb ist es wichtig, schneller zu werden, offen zu denken und proaktiv vorwegzugehen.
Mein Ziel ist es, Brücken zu planen und zu prüfen, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional sind – die heutigen Anforderungen gerecht werden und zukünftigen Generationen dienen.
gebäude – schutzräume zum leben

Gebäude sind die Bühne unseres Alltags. Sie prägen Lernen, Arbeiten, Wohnen – und damit Gesundheit und Wohlbefinden. Ein gutes Gebäude ist anpassungsfähig: Es kann Nutzungen wechseln, Technik integrieren, Standards weiterentwickeln.
Gerade im Bestand wird das entscheidend. Der nachhaltigste Quadratmeter ist oft der, der nicht neu gebaut werden muss. Tragwerke spielen dabei eine Schlüsselrolle: Raster, Spannweiten, Erschließung – sie entscheiden, ob Umnutzung möglich wird oder teuer scheitert. Materialwahl, graue Energie, Rückbaubarkeit und robuste Details beeinflussen die Umweltbilanz. Gleichzeitig gilt: Komfort ist auch Infrastruktur. Wer überhitzt, kühlt mehr. Wer im Lärm arbeitet, kompensiert. Tragwerk, Bauphysik und Architektur zusammen machen hier den Unterschied. Tragwerke gestalten nicht das Miteinander, aber den Raum, in dem es stattfindet.
Tragwerk ermöglicht Qualität – nicht nur Tragfähigkeit.
Tragwerke sind nicht sichtbar sozial, aber sie entscheiden mit, wie Räume erlebt werden.

Ich will nicht nur verwalten, sondern aktiv Projektarbeit leisten. Nur so weiß ich wirklich, was auf der Baustelle passiert und wie wir Aufgaben sauber abarbeiten.
Für mich ist es wichtig, Erfahrung weiterzugeben und jüngere Kolleginnen und Kollegen Schritt für Schritt in Verantwortung zu bringen.
Gleichzeitig treiben uns Themen wie Digitalisierung und BIM an, weil wir uns darüber fachlich weiterentwickeln und neue Referenzen aufbauen. Mein Ziel ist es, das Geschäftsfeld des Ingenieurbrückenbaus weiter zu stärken und die nächste Generation so vorzubereiten, dass sie Verantwortung übernehmen und die Arbeit erfolgreich fortführen kann.

WINDENERGIE – HÖHE ALS HERAUSFORDERUNG
Pioniergeist in On- und Offshore
Windkraftanlagen sind technische Bauwerke mit gesellschaftlicher Reichweite: Sie erzeugen erneuerbare Energie und sind zugleich sichtbar – damit auch Projektionsfläche für Fragen nach Landschaft, Artenschutz und Beteiligung.
GRBV hat für das Projekt zusammen mit den dänischen Architekten von Dissing+Weitling die Objekt- und Tragwerksplanung bearbeitet und anschließend die Bauüberwachung durchgeführt. Für die Konzeption des Tragwerks erhielt unser Ingenieurbüro 1997 den Betonstahlpreis für innovative Bewehrung.

Fernmeldeturm mit Auszeichnung
1986 plante die Telekom im Stadtteil Groß-Buchholz einen neuen Funkturm. 282 Meter hoch wird er schließlich. Sein viereckiger Grundriss löst Diskussionen unter den Einwohnern Hannovers aus – und nicht nur unter diesen. Seinen Namen ‚Telemax‘ verdankt der Turm einem von der Deutschen Telekom initiierten Namenswettbewerb.
GRBV hat für das Projekt zusammen mit den dänischen Architekten von Dissing+Weitling die Objekt- und Tragwerksplanung bearbeitet und anschließend die Bauüberwachung durchgeführt. Für die Konzeption des Tragwerks erhielt unser Ingenieurbüro 1997 den Betonstahlpreis für innovative Bewehrung.



























